Diktatorenromane

Fast alle Staaten Mittel- und Südamerikas erlebten und durchlebten ihre Zeit der Diktatur, was auch Einfluss auf die Literatur in jener Region hat. „Diktatorenromane“ ist ein südamerikanisches Genre, das sich mit den Lebenswegen der Diktatoren auseinandersetzt und dabei das Verhältnis von Macht zur Freiheit reflektiert, sich den Mitteln zur Machterhaltung, Repression und Widerstand nähert, aber auch Biografien vorstellt.

Die bekanntesten Werke in diesem Genre sind „Das Fest des Ziegenbocks“ (La Fiesta del Chivo) des Literaturnobelpreisträgers Mario Vargas Llosa und „Ich der Allmächtige“ (Yo El Supremo) von Augusto Roa Bastos. Letzterer beschäftigt sich mit dem Leben des paraguayanischen Diktators José Gaspar Rodríguez de Francia, der von 1814 bis 1840 in Asunción herrschte.

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