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Fauntella Kara: Die Frau auf dem Bananenboot

Elise Schmit im d’Lëtzebuerger Land: „Ganz schön blöd“

„… Ganz Hanswurstiade ist „Die Frau auf dem Bananenboot“ also keineswegs. Wie der Narr, der seine Lächerlichkeit dafür in Kauf nimmt, dass er ungeniert die Wahrheit sagen darf, fragt auch Fauntella unbefangen und naiv nach, wo der Feminismus ihr nicht einleuchtet. Der Vulgärfeminismus, dessen Vertreterinnen, wie Fauntella findet, vulgärer sein wollen als die Männer und die damit offensichtlich den Mann als „Optimum“ und erstrebenswertes Ideal voraussetzen, bekommt dabei ebenso sein Fett weg wie die feministische Sprachkritik, der religiöse Machismus und Gendertheorien. Dabei arbeitet sie sich weniger an akademischen Texten ab, als vielmehr an deren populären Vereinfachungen – und kritisiert gleichzeitig, dass gewisse intellektuelle Kreise die Deutungshoheit über den Feminismus beanspruchen.

Ob ihre Bildungsfeindlichkeit Fauntella sympathisch oder einfach nur verbohrt und uninformiert wirken lässt, bleibt dem Leser überlassen. Im Einzelnen trifft sie aber häufig voll ins Schwarze. In vielen wunderbar pointierten Beobachtungen lassen sich tatsächlich misogyne Kontexte ablesen – etwa, wenn sie bemängelt, dass Leutnant Uhura in der Fernsehserie Star Trek kein Vorname zugebilligt wird, oder wenn sie einige Vertreterinnen des Feminismus’ der siebziger Jahre der Realitätsfremde und des „Gerontofeminismus“ bezichtigt. …“

Ganz schön blöd

Die luxemburgische Schriftstellerin Elise Schmitt hat „Die Frau auf dem Bananenboot“ vorgenommen. Wir freuen uns auf die Kritik: „Die „Streitschrift für die Liebe, das Glück und über den real existierenden Feminismus“ von „Fauntella Kara“ ist schon vor der Lektüre eine Zumutung an den literarischen Geschmack“. Wenn sie auch ein paar Tage von Luxemburg nach Berlin braucht.

Letzter Zug nach Buenos Aires

„Angefangen hat das alles an einem Morgen im Oktober 58. Der Zehn-Uhr-Zug fuhr langsam ein; aus der Lokomotive quoll dichter schwarzer Rauch und verdeckte die Silos bei den Mühlen.“ An diesem Tag nimmt die Geschichte von Hernán Ronsino ihren Anbeginn, eine Geschichte um Verrat, um Korruption, Freundschaft, Liebe und Leidenschaft. Erzählt wird sie von vier Protagonisten, die ihre Erinnerungen an jene Geschichte erzählen, die an diesem Tag beginnt. Vardemann, der sich im Oktober 1973 erinnert, Bicho Souza, der im Dezember 1984 zurückblickt, und Miguelito Barrios, der bereits im Juli 1966 seine Erinnerungen wiedergibt. Doch erst die Erzählung von Folcada aus dem Dezember 1959 fügt die einzelnen Kapitel zusammen und bringt die Auflösung, das Verstehen der Geschichte.

Die sich abspielt in einer Kleinstadt in der argentinischen Provinz. Man kennt sich. Bald kennt man auch den Polizisten Folcada, der hierher versetzt wurde, nachdem etwas schief ging beim Massaker von San Martín. Seine Frau, die Negra Miranda, und ihre unvergesslichen Beine bleiben ebenfalls nicht unbemerkt.
Jemand lernt Folcadas Frau ein bisschen zu gut kennen. Jemand bezahlt dafür. Die Beteiligten sprechen, jeder zu seiner Zeit, jeder mit seinem Motiv – des Vergessens und des Verdrängens.

Hernán Ronsino hat ein nüchternes und präzises Stück über Verrat, die Arroganz der Macht und moralische Grenzen geschrieben, eingehüllt in eine durch Schuld und Mord kaum durchbrochene Atmosphäre von Gleichgültigkeit und Apathie. Seine Sprache wirkt oft sperrig, redundant, ungewohnt, hölzern. Doch das Ende des Buchs versöhnt und führt einen zurück an dessen Anfang, den man im neuen Wissen nochmals liest.

Ronsino, Hernán: Letzter Zug nach Buenos Aires. 100 Seiten. Übersetzt von Luis Ruby. Erschienen im Bilgerverlag.

Ein Gedicht, zwanzig Lieben, ein Leben

Der Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda zählt zu den wichtigsten Poeten Südamerikas. Der Chilene brachte es in seiner Leichtigkeit, aber auch in seiner Melancholie, in seiner Wortgewalt zu einer wundervollen Beschreibung der Liebe in zwanzig Gedichten, die gelesen werden müssen. Die beste Übersetzung gibt es in der zweisprachigen Ausgabe der Sammlung Luchterhand.

Streitbar: Feminismus ist rassistisch!

„Der Feminismus ist rassistisch, extremistisch und exkludierend“, diese These stellt Fauntella Kara im Gespräch mit dem Internetportal 16vor.de auf. Der Feminismus diene einzig und allein dem Machterhalt einer akademischen Clique, die anderen Frauen diktatorisch befehle, wann sie eine gute Frau und noch bessere Feministin sei. Das vollständige Interview ist hier nachzulesen. Kara wendet sich in diesem Gespräch auch gegen die Frauenquote. Sie wolle aufgrund ihrer Qualifikation beruflich gefördert und gefordert werden, nicht wegen des Geschlechts.

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